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Richa Alaska Winterhandschuh: Fazit nach zwei Wintersaisons

Richa Alaska Winterhandschuh: Fazit nach zwei Wintersaisons

Kalte Finger im Winter? – Nein Danke! Wir haben den Richa Alaska Winterhandschuh für zwei Winter getestet und berichten von unseren Erfahrungen.

In der kalten Winterzeit legen wir die sportlichen Lederhandschuhe bei Seite und schützen die Hände mit dem Richa Alaska Winterhandschuh. An einen Winterhandschuh stellen wir natürlich ganz andere Ansprüche als an Lederhandschuhe für die Sommersaison. Da das Bike in der kalten Jahreszeit nur zweckmäßig genutzt wird, gehen wir nicht von Stürzen mit hohen Geschwindigkeiten aus. Daher ist der Schutz für uns zwar nicht unwichtig, aber zweitrangig. Im Vordergrund stehen mehr der Wärmestau im Handschuh sowie der Windschutz. Denn nichts ist schlimmer als eine nahezu eingefrorene Bremshand, die im Ernstfall mühselig und verzögert reagiert.

 

Design & Verarbeitung

Der Richa Alaska hat kein leichtes Leben, denn er bekommt viel Regen, ordentliche Temperaturunterschiede und viel aufgewirbeltes Salz ab. Daher fällt die Materialwahl fast ausschließlich auf Polyester. Dieses speichert die Wärme gut und kann ein wenig atmen. Lediglich an den Verschleißstellen, wo die Lenkergriffe anliegen, kommen kleine Lederaufnäher zum Einsatz, welche die Lebensdauer erhöhen sollen. Für eine gute Passform sorgen Flexeinsätze an den unteren Fingerknochen. Am Handgelenk lässt sich der Alaska mit Klett verschließen und mit einem Gummiband hinten an der Stulpe zuziehen. Wenn der Handschuh sauber mit der Motorradjacke abschließt, erreicht er einen wirklich guten Windschutz; Regen kommt auch nicht rein.

 

 

Innen integriert Richa ein flauschiges, warmes Futter, welches uns den Winter ordentlich erleichtert hat. Die Hand bleibt länger warm, ohne spürbar zu schwitzen. Genau das brauchen wir im Winter! Zugegeben: An besonders windigen Tagen mit starkem Regen, kühlen die Fingerkuppen trotzdem nach etwa ein bis zwei Stunden langsam aus. Für den alltäglichen Weg zur Arbeit, die kleine Entspannungsrunde oder Kurztouren von bis zu 150 Kilometern ist das aber gar kein Problem. Als perfekten Zusatz haben wir die dünnen Unterziehandschuhe aus Seide von Held für uns entdeckt. Sie schaffen eine zusätzliche Schicht im Handschuh und speichern nochmal etwas Wärme. Protektoren gibt es nur wenige. Der Größte sitzt wie üblich über den Gelenken und fällt hier recht weich aus, könnte kleine Aufpralle aber dämpfen. Dort kommt Material von Hipora zum Einsatz, genauso wie an der Außenseite des Handgelenks.

 

Mehr Schutzkleidung:

 

Kaum Verschleißerscheinung

Mit dem Richa Alaska sind wir in den vergangenen beiden Wintersaisons rund Fünf- bis Sechstausend Kilometer gefahren und wurden nicht im Stich gelassen. Alle Verschlüsse, Nähte und Schriftzüge sehen immer noch super aus und sind dicht. Auch die Ledereinsätze auf der Innenseite erledigen ihren Dienst gut. Dort sehen wir nur leichte Gebrauchsspuren; vom Durchscheuern sind sie aber noch meilenweit entfernt.

 

 

Fazit

Insgesamt sind wir mit dem Richa Alaska sehr glücklich. Er macht auch Fahrten bei geringen Temperaturen erträglich und leistet gute Dienste. Sicherlich sind Sporthandschuhe mit großen Protektoren stylischer und schützen besser. Doch im Winter kühlt Leder sofort aus. Dann behalten wir lieber warme Finger und sind stets bremsbereit – So brauchen wir die Schutzfunktion im Zweifel auch nicht! Wir blicken auf zwei entspannte Wintersaisons zurück und freuen uns schon auf den nächsten Einsatz.

 

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Niklas Schäfer

motivierter Tourenfahrer, leidenschaftlicher Schrauber und angehender Hobby-Rennfahrer - von allem etwas!

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