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Kochmann Aragon auf der Rennstrecke | Erfahrungsbericht

Kochmann Aragon auf der Rennstrecke | Erfahrungsbericht

Mit dem Kochmann Aragon haben wir nun schon einige Trackdays absolviert. Jetzt möchten wir euch von den Vor- und Nachteilen erzählen!

Verarbeitung & Ausstattung

Mit dem Kochmann Aragon haben wir einen kleinen Exoten im Sportstiefel-Markt ausprobiert. Der Aragon ist derzeit der einzige reine Sportstiefel der Marke Kochmann. Dass der Hersteller weiß, wie man gute Schuhe herstellt, zeigten schon unsere Erfahrungen mit dem Modena, einem wasserdichten Tourenstiefel, den wir in der Wintersaison gefahren sind. Die Verarbeitungsqualität gefällt uns auch beim Aragon sehr gut. Auch nach einigen Trackdays zeigt das Leder keinen nennenswerten Verschleiß. Alle Nähte halten gut durch, auch die Reißverschlüsse laufen alle sehr sauber.

Auf der Rennstrecke stellen wir natürlich die Sicherheit an erste Stelle. Natürlich wäre uns dort ein Volllederstiefel mit Innenschuh und dicken Protektoren am liebsten – Kochmann bedient aber eher den Einsteiger Markt und bietet den Schuh für rund 160 Euro an. Da müssen wir die Erwartungen etwas zurückschrauben – keine Frage. Integriert sind Protektoren an den wichtigsten Stellen: Am Schienbein, seitlich am Sprunggelenkt, und den Zehen. Dazu fühlt sich der Aragon sehr leicht an und lässt schnelle Bewegungen wie etwa beim Schalten problemlos zu.

 

 

Kleinere Mängel

Außen sitzen Aluminium-Schleifer, die im Falle eines Bodenkontakts vor Kratzern im Leder schützen. Uns ist aufgefallen, dass sich die Alu-Schleifer am kurveninneren Fuß mit der Zeit verbiegen, wenn stärkeres Hanging-Off gefahren wird. Durch die Verformung bleiben sie nicht mehr einhundertprozentig in Position und lösen sich leicht. Zwar sind die Schleifer austauschbar, hier hätten wir uns aber etwas mehr Stabilität erhofft. Nungut – es gibt beim Stiefel deutlich wichtigeres als die Schleifer.

Positiv hervorheben möchten wir die Sohle. Diese sitzt für unsere Sitzposition perfekt auf der Fußraste und hakt optimal ein. So kann das Gewicht wunderbar auf die äußere Fußraste gedrückt werden und das Motorrad gewinnt Grip auf dem Hinterrad. Nach bisher fünf Rennstreckentagen, einem Sprintrennen und etwa 5000 Kilometern auf der Straße mit dem Kochmann Aragon sehen wir noch keinen nennenswerten Verschleiß an der Sohle. Wir gehen also davon aus, dass er uns noch einige Zeit begleiten wird.

 

Komfort vs. Stabilität

Insgesamt fällt der Kochmann Aragon Sportstiefel recht komfortabel aus. Er bietet genügend Bewegungsfreiraum, sodass wir bequem ins Hanging-Off gehen können und blockiert uns nicht. Gleichzeitig würden wir uns aber etwas mehr seitliche Stabilität im Bereich des Sprunggelenks wünschen. Während das Gelenk Kippbewegungen nach oben und unten ohne Probleme aushält, erreicht es bei seitlichem Abknicken schnell seine Grenze. Im Falle eines Sturzes könnte es also zu Verletzungen kommen. Wir hatten mit dem Aragon zum Glück noch keinen Sturz und können keine praktischen Erfahrungen vorlegen. Wir würden aber lieber einen Teil des Komforts abzugeben und für eine bessere seitliche Stabilität zu investieren.

 

Oschersleben erstes Rennen
Foto: Racepixx.de

 

Besser für die Straße geeignet

Auf der Rennstrecke ist der Stiefel also mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Im Falle eines stärkeren Sturzes sehen wir ein Verletzungsrisiko im Bereich des Sprunggelenks. Wer ihn hingegen für den reinen Gebrauch im Straßenverkehr kaufen möchte, kann beherzt zuschlagen. Dann erhaltet ihr einen langlebigen Sportstiefel mit gutem Komfort und dem nötigen Schutz. Die verbogenen Aluminium-Schleifer sollten auf der Straße auch in der Regel keinen Bodenkontakt bekommen, sodass dieses Problem dort nicht auffallen dürfte.

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Niklas Schäfer

motivierter Tourenfahrer, leidenschaftlicher Schrauber und angehender Hobby-Rennfahrer - von allem etwas!

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