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Test: Einhell CE-BC 6 M Batterieladegerät

Test: Einhell CE-BC 6 M Batterieladegerät

Wir testen Einhells CE-BC6 M Batterieladegerät mit sechs Ampere Maximalladestrom, verschiedenen Lademodi und schicker Digitalanzeige.

Batterieladegeräte können heute schon für unter 20 Euro erworben werden und garantieren, dass die Batterie nach dem Winter voll ist. Wir haben uns ein gut ausgestattetes Gerät von Einhell besorgt und wollen herausfinden, warum oder in welchen Fällen es sich lohnt, zu einem teureren Modell zu greifen.

 

Technische Daten

Abmessungen ca. 225 x 88 x 60 mm (L x B x H, ohne Kabel)
Gewicht ca. 0,6 kg
Kompatible Batterien 12V-Bleisäure, 12V-Gelbatterie, 12V AGM-Batterie
Maximaler Ladestrom ​6 A
Erhaltungsfunktion ​Ja
Temperaturbereich ​-20 bis 40°C
Überspannungsschutz ​Keine Angabe
Überladungssschutz Ja
Kurzschlussschutz ​Ja
Verpolungsschutz ​Ja
Besonderheiten Schutzart IP65 (Staub- und Spritzwasserschutz)

 

Lieferumfang

  • Einhell CE-BC 2M Batterieladegerät
  • ausführliches, mehrsprachiges Nutzerhandbuch
  • mehrsprachige Sicherheitshinweise
  • Kontaktinformationen

 

Design & Funktionen

Genau wie seine verschiedenen Schwestermodelle erscheint das Einhell CE-BC 6 M in einem mattroten Kunststoffgehäuse. Das Unterteil ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt und wird mit herkömmlichen Kreuzschlitzschrauben befestigt. Oben sitzt ein Aufkleber im selben Farbton samt Einhell-Logo und einem Ausschnitt für die digitale Menüanzeige. Die Bedienung geschieht über nur einen einzigen Knopf, somit sollte das Gerät später kinderleicht zu bedienen sein. Positiv fällt auf, dass die fest installierten Kabel mit jeweils rund 150 Zentimetern nicht nur schön lang sind, sondern auch einen satten Querschnitt aufweisen. Beim maximalen Ladestrom von sechs Ampere, sollte das Kabel nicht zu dünn ausfallen, sonst droht Hitze oder gar ein Durchbrennen. Beim Einhell CE-BC 6 M machen wir uns in dieser Hinsicht gar keine Sorgen.

 

 

Besonders wichtig ist für uns vor allem die Form und Verarbeitung der Batterieklemmen. Einhell installiert schmale Klemmen mit jeweils drei Zähnen. Die Kunststoffisolation wird einfach aufgeschoben und beinhaltet sogar zwei kleine Griffmulden. Dort kann sich der Finger gut festhalten – schön! Auch die Feder fällt stark genug aus, um sich an den Polen festzuhalten, hinterlässt aber keine fiesen „Bissspuren“ an den Kontakten.

Ganz ohne Kritik kommt das gut ausgestattete Ladegerät aber nicht davon. Leider gibt es auch beim zweitstärksten Modell der Serie keinen Modularen Kabelbaufbau. Wir hätten uns gewünscht, dass wahlweise Batterieklemmen oder Ringösen angesteckt werden können. Hier müssen wir uns mit gecrimpten Klemmen zufriedengeben. Ringösen hätten den Vorteil, dass sie angeschraubt werden und entsprechend nicht verrutschen können. Gerade wenn das Motorrad über den ganzen Winter angesteckt bleiben soll, ein sehr praktisches Feature. Wer auf darauf nicht verzichten will, darf sich gern unsere Tests der Modelle von BS-Battery oder Victron Energy ansehen.

 

Ladeprozess

Als Testbatterie fungiert wieder die Originalbatterie unserer Suzuki SV 650 (Baujahr 2017) mit einer Kapazität von 10,5 Amperestunden. Diese haben wir für mehrere Stunden mit komplett eingeschalteter Beleuchtungsanlage stehen lassen. Dabei fiel die Spannung auf rund sechs Volt ab. Für eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Tests von Ladegeräten holen wir die Batterie zu uns ins warme Büro und laden die Batterie bei rund 20 Grad Außentemperatur. Wer draußen bei unter fünf Grad Celsius laden will, sollte den Wintermodus nutzen. Dafür muss der Mode-Knopf dreimal gedrückt werden bis oben im Display die Schneeflocke aufleuchtet. Wir nutzen den Standardmodus (12V STD) für 12V-Bleisäurebatterien. Dazu gibt es auch einen AGM-Modus für AGM-Batterien.

 

Einhell CE-BC 6 M Schwarze Klemme

 

Nach etwa fünfzehn Minuten erreichten wir schon die 12-Volt-Marke, das ging wirklich schnell. Von diesem Punkt aus lädt das Einhell CE-BC 6 M spürbar langsamer. Nach 60 Minuten verbuchten wir 12,4 Volt, nach 120 Minuten 12,7 Volt. Für die vollständige Aufladung brauchte das Ladegerät insgesamt dreieinviertel Stunden und wechselte dann in den Erhaltungsmodus. Damit war es circa zwei Stunden schneller als sein kleines Schwestermodell Einhell CE-BC 2 M, aber etwas langsamer als das smarte Bluetooth-Ladegerät von Victron Energy.

Für besonders stark entladene Batterien, hält das Ladegerät auch einen Rekonditionierungsmodus bereit. Hiermit kann das CE-BC 6 M auch tiefenentladene Batterien retten, welche vom normalen Automatikmodus nicht erfasst werden. Aufgrund von Gasbildungen sollte dieser Modus aber nur für maximal vier Stunden und in gut belüfteten Räumen – noch besser im Freien – genutzt werden.

 

Sicherheit

Was die Sicherheit angeht, können wir dem Einhell CE-BC 6 M nichts vorwerfen. Alle gängigen Schutzmechanismen sind im Gerät eingearbeitet. Kurzschlüsse, Funken oder ähnliches beim Anstecken der Batterieklemmen konnten wir auch nicht feststellen. Das Gerät zeigt bei einem Fehler “Err” in Kombination mit einem Warnsymbol an. In der Anleitung sind die gängigsten Fehler erklärt; wer etwas falsch macht, dürfte also schnell herausfinden, warum der Ladeprozess nicht startet.

 

Fazit

Lohnt sich nun der Aufpreis für das teurere Modell? In Einzelfällen schon. Eines der Top-Argumente ist für uns der Rekonditionierungsmodus. Wer eine Batterie mit wenig Ladung retten kann, investiert besser 20 Euro mehr für ein passendes Ladegerät als 40 bis 50 Euro für eine neue Batterie. Da das Gerät auch für Autobatterien verwendet werden kann, zahlt sich der kleine Aufpreis schnell aus. Wer hingegen nur mit seinem Motorrad sicher durch den kalten Winter kommen möchte und gar keine Gefahr läuft, eine tiefenentladene Batterie retten zu müssen, kann auch beherzt zu den kleinen Schwestermodellen des Einhell CE-BC 6 M greifen. Diese umfassen ebenfalls gut isolierte, hochwertige Klemmen, sind einfach zu bedienen und ebenfalls wetterfest. Das Einhell CE-BC 6 M erhält von uns die Note “Gut”. Für die Bestnote fehlt uns zum Beispiel die Option, die Batterieklemmen durch Ringösen auszutauschen. Sehr gut gefällt uns aber die Preisgestaltung: Mit knapp 44,95 Euro (UVP) verdient sich das gut ausgestattete Ladegerät unsere Kaufempfehlung.

 

Einhell CE-BC 6 M Gut      Einhell CE-BC 6 M Kaufempfehlung

 

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Niklas Schäfer

motivierter Tourenfahrer, leidenschaftlicher Schrauber und angehender Hobby-Rennfahrer - von allem etwas!

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