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Test: BS Battery BA 10 Ladegerät

Test: BS Battery BA 10 Ladegerät

Mit dem BS Battery Ba 10 Batterieladegerät testen wir ein Einsteigergerät, dass speziell für Motorräder und weitere kleinere Fahrzeuge entwickelt worden ist. Ob der schmale Funktionsumfang trotzdem überzeugen kann, klärt unser Test.

Technische Daten

Abmessungen 100 x 65 x 36 mm (L x B x H)
Gewicht 0,4 Kg
Kompatible Batterien 12V/6V Bleisäure-Batterien
Maximaler Ladestrom ​1 A
Spannungsbereich Erhaltungsfunktion ​Ca. 13,5 bis 14,4 V
Temperaturbereich ​Keine Angabe
Überspannungsschutz ​Keine Angabe
Überladungssschutz Ja
Kurzschlussschutz ​Ja
Verpolungsschutz ​Ja

 

Kompaktes Design

Das BA 10 ist das bisher kleinste Batterieladegerät aus dem Hause BS Battery. Es ist ausschließlich für Batterien mit Kapazitäten von bis zu 20 Amperestunden ausgelegt. Für Motorräder, Roller, Quads und ähnliche kleine Fahrzeuge reicht es also aus, für PKW nicht. Über einen Schalter am linken Rand des Geräts kann vom 12V- in den 6V-Modus gewechselt werden. Wir haben allerdings nur dem 12V-Modus getestet.

Sehr praktisch ist der integrierte Flachstecker für herkömmliche 230V-Steckdosen. Viele andere Ladegeräte arbeiten mit einem Kabel zwischen dem Charger und dem Stecker. Die platzsparende Lösung des BS Battery BA 10 wirkt beim Ladevorgang einfach ordentlicher und benötigt keine zusätzliche Abstellfläche. Außerdem sitzt das Ladegerät fest an Ort und Stelle. Wer es in einer Mehrfachsteckdose verwendet, wird jedoch darüber klagen, dass mindestens eine weitere Steckdose überdeckt und somit unbrauchbar wird.

 

 

In Sachen Verarbeitung schlägt sich der französische Hersteller gut. Das Gerät wirkt sehr robust, weist keinerlei scharfe Kanten auf und ist mit einer seidenmatten, schwarzen Lackierung überzogen. Dem geringen Preis entsprechend, fällt die Isolation der beigelegten Batterieklemmen zwar minimalistisch aus, erfüllt aber ihren Zweck. Die Federn der Klemmen sind wiederum erstaunlich stark, sodass ein sicherer Halt an dem Batteriepolen problemlos gewährleistet wird. Lediglich ein kleines Manko ist zu verzeichnen: Der Schalter für den Wechsel vom 12V- in den 6V-Modus rastet scheinbar nicht ein und sitzt recht locker.

 

BS Battery BA 10 Ladeprozess

 

Ladeprozess

Ganz nach dem Motto „Anklemmen, einstecken, glücklich sein“ geht BS Battery scheinbar vor –Einfacher kann ein Ladegerät nicht funktionieren. Der Hersteller lässt dem Nutzer keinerlei Einstellungsmöglichkeiten und setzt auf einen vollautomatischen Ladeprozess. Ähnlich wie der restliche Funktionsumfang ist auch der dreistufige Ladeprozess besonders einfach gehalten. Während andere Geräte zunächst prüfen, ob die Batterie funktioniert, eine Entsulfatisierung durchlaufen und anschließend mit unterschiedlichen Strömen laden, beginnt das BA 10 Ladegerät direkt mit dem Ladeprozess. Hierbei lädt es die angeschlossene Batterie mit maximal 1A auf, geht also eher zaghaft zu Werke. Je näher die Batterie an ihre Maximalladung kommt, desto geringer fällt der Ladestrom aus. Dementsprechend lange dauert der Ladevorgang natürlich. Viele Biker laden ihre Batterien aber ohnehin über Nacht auf, sodass die lange Aufladedauer zu verschmerzen ist.

 

BS Battery BA 10 3-stufiger Ladeprozess
Dreistufiger Ladeprozess

 

Nun darf sich Das BS Battery BS 15 Ladegerät an unserer Yamaha YZF-R6 RJ03 (Baujahr 1999) austoben. Die Batterie wurde mit einer handelsüblichen H7-Glühbirne über mehrere Stunden entlanden, bis die Glühbirne nicht mehr leuchtete. Die Batteriespannung wurde währenddessen auf etwa 2,5 Volt gesenkt, sodass von einer Tiefenentladung gesprochen werden kann.

 

BS Battery BA 10 Ringösen

 

Der Hersteller bewirbt das Produkt nicht mit der Funktion, auch stark entladene Batterien wieder ins Leben zu rufen. Trotzdem startete es die Aufladung mit einem konstanten Strom von genau 1A. Nach etwa 20 Minuten konnte es die Batteriespannung um 1V auf 3,5V erhöhen. Nach einer Stunde wurden 5,4V gemessen. Die magische 12V-Grenze, bei der sich die meisten Bikes mit Mühe wieder starten lassen, wurde nach rund acht Stunden überschritten. Weitere 90 Minuten später erreichte die Batterie erstmalig ihre Maximalspannung von 14,4 Volt. An diesem Zeitpunkt wechselt das BA 10 Batterieladegerät automatisch in den Float-Modus. Über 21 Tage wird die 100-prozentige Ladung gehalten. Sobald diese drei Wochen verstrichen sind, setzt der Erhaltungsmodus ein, welcher die Batterie mit kleinen Pulsen frisch hält.

 

Sicherheit

Trotz der wenigen Einstellungsmöglichkeiten und der recht langen Ladedauer, verleiht BS Battery seinem kleinsten Ladegerät die wichtigsten Schutzmechanismen. Im Falle einer Verpolung verweigert es den Ladeprozess und zeigt den Fehler über eine LED auf der Vorderseite an. Wenn ein Kurzschluss vorliegen sollte, indiziert es zwar keinen Fehler, unterbricht aber sofort den Strom. Funken oder extreme Hitzeentwicklung konnten wir nicht feststellen.

 

Fazit

Das BS Battery BA 10 Ladegerät beschränkt sich auf die wichtigsten Funktionen, kann aber mit einem wirklich guten Preis überzeugen. Alle wichtigen Sicherheitsfeatures werden selbstverständlich gewährleistet, sodass es ohne Bedenken genutzt werden kann, um die Batterie nach dem Winter wieder auf Vordermann zu bringen. Im Vergleich mit flotten Schnellladegeräten hält es natürlich nicht mit. Allerdings überraschte es uns positiv, als es sogar die tiefenentladene Batterie anstandslos wieder reanimierte.

Motorrad-, Roller- oder Quadfahrer sind bestens mit dem BA10 ausgerüstet, wenn sie etwas Zeit mitbringen und nur Kleinfahrzeuge aufladen möchten. Wer hingegen auch eine Autobatterie oder noch größere Energiespeicher laden möchte, muss zu anderen Modellen wie dem Schwestermodell BS Battery BS15 oder Victron Energy Blue Smart Charger greifen.

 

 

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Niklas Schäfer

motivierter Tourenfahrer, leidenschaftlicher Schrauber und angehender Hobby-Rennfahrer - von allem etwas!

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