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Test: M+S Starthilfe Booster

Test: M+S Starthilfe Booster

Der M+S Starthilfe Booster arbeitet mit besonderen Kondensatoren und nutzt die vorhandene Restspannung für den Startimpuls. Damit fallen lästige Ladevorgänge weg.

Technische Daten

Abmessungen (LxBxT) 210 x 132 x 58 mm
Gewicht ca. 0,5 Kg
Arbeitstemperatur -40° C bis 650° C
Mögliche Starthilfen >10.000 Starthilfeversuche
Starthilfestrom 400A bei 12V
Eingänge 12V 2A
Ausgänge 5V 2A (Micro-USB)

12V 200A (Starthilfe)

Sicherheit Verpolungsschutz, Kurzschlussschutz

 

Design & Funktionen

Optisch macht der M+S Starthilfe Booster einen hochwertigen Eindruck. Die Technik sitzt in einem robusten Kunststoffgehäuse samt rutschhemmender Gummi-Umrandung. In der Front findet sich ein einfarbiges Display, das alle nötigen Daten während des Starthilfe-Prozesses darstellt. Darunter zieren sich drei Knöpfe mit klar spürbarem Druckpunkt. Die beiden Batterieklemmen lassen sich durch die rote und schwarze Färbung eindeutig den Polen an der Batterie zuordnen und haben eine sehr starke Feder. Leider öffnen sich die Klemmen nicht allzu weit, sodass es schwierig ist, sie an einer Motorradbatterie sicher anzubringen. Außerdem fallen die Kabel mit einer Länge von rund 15 Zentimetern recht kurz aus.

 

M+S Starthilfe Booster Anzeige
Das Gehäuse ist mit einer Softtouch-Oberfläche beschichtet

 

Das Gerät kann neben Motorrädern auch PKW, Wohnmobile und andere Fahrzeuge reanimieren. Der Hersteller gibt an, dass Benzinmotoren mit bis zu 4,5 Litern Hubraum und Dieselmotoren mit bis zu 3,0 Litern Hubraum kein Problem darstellen. M+S arbeitet mit Kondensatoren, nicht mit einem Akku. Der Vorteil davon liegt auf der Hand: Ein Kondensator kann Ladung sehr schnell speichern und ist entsprechend schnell aufgeladen. Außerdem ist das System deutlich langlebiger als ein Li-Ion-Akku, der langfristig seine Kapazität verliert. Mit einer Größe von rund 21 x 13 x 6 Zentimetern passt der M+S Booster leider nicht mehr unter die Sitzbank unserer Suzuki SV 650 ABS L7. Wir gehen allerdings auch davon aus, dass das Motorrad in der Regel in der heimischen Garage nicht anspringt und nicht während der Tour den Geist aufgibt.

Mit einem passenden Netzadapter, der separat angeboten wird, kann der Booster auch als Ladegerät verwendet werden. Diese Funktion konnten wir aufgrund des fehlenden Netzteils nicht testen. M+S bringt alle nötigen Schutzmechanismen im Gerät unter. Auch die Kabel sind entsprechend stark bemessen, sodass die hohen Ströme kein Hitze erzeugen.

 

Starthilfe

In unserem Testfahrzeug sitzt eine typische 8Ah-Bleisäure-Batterie mit 12 Volt Bordspannung. Wir haben die Beleuchtung für sechs Stunden eingeschaltet gelassen, sodass der Anlasser nicht mehr funktionstüchtig war. Die Bordspannung lag anschließend bei etwa 10 Volt.

 

M+S Starthilfe Booster Batterieklemme
Die Klemmen sind für tiefsitzende Motorradbatterien leider zu dick

 

Der M+S Starthilfe Booster wird an der übrigen Ladung der Fahrzeugbatterie aufgeladen, um ihr anschließend einen starken Stoß zu geben. Dieser Impuls reicht aus, um das Motorrad über den Booster fremdzustarten. Allerdings ist eine gewisse Restspannung dafür essenziell. In unserem Test mit nur 10 Volt Bordspannung brach die Aufladung der Kondensatoren des M+S Starthilfe Boosters bei rund 70% ab, die Batteriespannung lag anschließend bei nur noch 9 Volt. Bei 70% Aufladung gab der Booster noch nicht das Zeichen, den Motor anzulassen. Also scheiterte der Versuch.

Anschließend haben wir den Booster mit einer externen Stromquelle vollständig aufgeladen und es erneut versucht. Mit vollem Energiespeicher gelang die Reanimation des Motorrades auf Anhieb und nahm nur etwa 2 Minuten in Anspruch.

 

M+S Starthilfe Booster Göße

 

Fazit

Der M+S Starthilfe Booster funktioniert leider nicht in allen Lebenslagen. An leicht entladenen Batterien kann er sich mühelos aufladen und das Fahrzeug anlassen. Wenn die Batteriespannung aber stärker reduziert wurde, macht er sich das Leben selbst schwer. Es ist zwar sehr praktisch, dass die Starthilfe auch mit der restlichen Ladung der Batterie durchgeführt werden kann,  bei kleiner Spannung entlädt der M+S Starthilfe Booster die Batterie aber zu sehr. Vor allem kleine Motorradbatterien mit Kapazitäten von unter 12Ah sind hierbei ein Problem.

 

Positiv

  • Robustes Design
  • Stabile Klemmen mit starken Federn
  • Displayhelligkeit sehr gut

 

Negativ

  • Kabel sehr kurz bemessen
  • Passt nicht unter den Sitz
  • Ladevorgang bricht bei schwacher Batterie ab

 

Award M+S Starthilfe Booster Testurteil Befriedigend

 

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Niklas Schäfer

motivierter Tourenfahrer, leidenschaftlicher Schrauber und angehender Hobby-Rennfahrer - von allem etwas!

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