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Test: BS Battery BS60

Test: BS Battery BS60

Die Speerspitze von BS Battery, das BS60 Ladegerät, bietet zahlreiche Funktionen und Einstellungen. Wir testen es an einer Motorradbatterie.

Technische Daten

Abmessungen 182 x 88 x 48 mm (L x B x H)
Gewicht 0,8 Kg
Kompatible Batterien 12V/6V Calcium-, AGM-, Nass-& Gel-Batterien
Maximaler Ladestrom ​6 A
Spannungsbereich Erhaltungsfunktion ​Ca. 13,6
Temperaturbereich ​-15 bis 50°C
Überspannungsschutz ​Ja
Überladungssschutz Ja
Kurzschlussschutz ​Ja
Verpolungsschutz ​Ja

 

Lieferumfang

  • BS60 Batterieladegerät
  • Bedienungsanleitung (Mehrsprachig, kein Deutsch)
  • Ringösen
  • Krokodilklemmen

 

Produktshot BS Battery BS60 Ladegerät
BS Battery BS60

 

BS Battery BS60

Das BS60 fällt deutlich größer aus als seine beiden Schwestermodelle BA10 oder BS15. Der Funktionsumfang wächst entsprechend zur Größe des Gehäuses mit. Auf der Oberseite finden wir zahlreiche LEDs: 3 davon zeigen den eingestellten Batterietypen an, 3 weitere den maximalen Ladestrom. Die restlichen vier Dioden indizieren, in  welcher Phase des Ladeprozesses sich das Gerät befindet. Der französische Hersteller arbeitet mit einem teilmodularen Aufbau. Am Gerät selbst sind zwei Kabel für den 230V-Stecker und die Verbindung zur Batterie fest installiert. Je nachdem, ob das BS Battery BS60 die Batterie im ein- oder ausgebauten Zustand lädt, kann eines der beiden beigelegten Endstücke aufgesteckt werden. Zur Wahl stehen Ringösen für das Laden einer installierten Batterie und Krokodilklemmen für ausgebaute Energiespeicher. Wer sich für die Lösung mit Ringösen entscheidet, nutzt eine zwischengeschaltete 10A-Sicherung. Diese trennt den Stromkreis im Falle eines zu großen Stroms.

 

Lüfter BS Battery BS60 Ladegerät
Der Lüfter arbeitet enorm leise

 

Mit an Bord ist auch ein Lüfter, der beim Maximalstrom anspringt. Mit dem BS Battery BS60 können wir wählen, ob wir mit 1, 4 oder 6A laden möchte. Bei den beiden langsameren Lademodi rotiert der Lüfter nicht, somit ist das Gerät nicht hörbar. Wenn wir aber in den 6A-Modus wechseln und die Batterie zügiger mit Strom speisen, läuft er an. Rechts und Links am Gerät sind zwei kleine Aussparungen für den Luftzug vorgesehen. Sie fallen zwar nicht groß aus, der Fluss ist aber bei vorgehaltener Hand deutlich spür- und hörbar. Sofern die Batterie in einem anderen, gut belüfteten Raum geladen wird, stört das Gerät nicht. Selbst wenn der Lüfter arbeitet, nehmen wir ihn in einem stillen Raum ab einem Meter Entfernung nicht mehr wahr. Ein kleiner Kritikpunkt: Die beigelegte Bedienungsanleitung ist zwar mehrsprachig, enthält aber keine deutsche Fassung. Die englische Anleitung ist aber problemlos verständlich und gut bebildert.

 

Verarbeitung

Hinsichtlich der Verarbeitung leistet BS Battery gute Arbeit. Das Kunststoffgehäuse macht einen robusten Eindruck und weist keinerlei scharfe Kanten auf. Da die Öffnungen für den Lüfter gut überdeckt sind, behaupten wir sogar, dass das Gehäuse ein paar Regentropfen gewachsen ist. Die Unterseite ist mit vier gummierten Füßen bestückt. Diese verhelfen dem BS60 Ladegerät zwar zu etwas mehr Stabilität, auf einem glatten Tisch rutsch es aber trotzdem noch ein wenig hin- und her.

Sehr gut gefallen uns die Steckverbindungen. Sie sind äußerst stabil und lösen sich nur mit etwas Kraft. Die Batterieklemmen sind identisch zu denen des kleineren BS15: gut isoliert, stark gefedert und an den Spitzen schmal ausgeführt.

 

Schutzmechanismen

Seinem Topmodell der Ladegeräte verpasst BS Battery alle gängigen Schutzfunktionen. Neben einem Kurzschlussschutz, Überhitzungsschutz und Überspannungsschutz, bietet es auch einen Überladungsschutz und einen Verpolungsschutz. Darüber hinaus geht der sogenannte Safety Timer. Er versetzt das Gerät in den Fehler-Modus, sofern sich die Batteriespannung über einen längeren Zeitraum nicht erhöht.

 

Ladeprozess

 

Nun darf sich Das BS Battery BS60 Ladegerät an unserer Suzuki SV 650 ABS L7 austoben. Wir haben das Motorrad für einige Stunden mit voller Beleuchtung sowie eingeschalteten Heizgriffen stehen lassen und konnten somit die Batteriespannung der 10,5Ah-Batterie auf knapp 4V herunterdrücken. Über den Anlasser ließ sich das Motorrad natürlich nicht mehr starten, das LC-Display und die Beleuchtung funktionierte auch nicht mehr. Wir haben das BS Battery BS60 Ladegerät angeschlossen und es im 6A-Modus eingeschaltet.

 

Test & Auffrischung

Das BS Battery BS60 Ladegerät arbeitet mit einem neunstufigen Ladeprozess. Als erstes checkt es die Verfassung der Batterie. Je nach Zustand durchläuft es anschließend eine Auffrischung, bei der es die Sulfate in der Batteriesäure abbaut.

 

Aufladung

Nach der Wiederbelebung beginnt der sanfte Ladevorgang. Bis zu einer Spannung von 11V lädt es die Batterie mit geringem Strom. Sobald 11V erreicht sind, wechselt das BS60 in den Bulk Charge Mode. Dahinter versteckt sich ein Modus, in dem das Ladegerät den größtmöglichen Strom abgibt, um die Batterie so schnell wie möglich aufzuladen. Wenn die Batterie ihre maximale Ladung erreicht, wird sie mit einem sehr kleinen, stetig abfallenden Strom und konstanter Spannung weitergeladen. Damit wird sichergestellt, dass die volle Kapazität ausgenutzt wird. Zuletzt wird die Batterie im sogenannten Equalization Charging minimal überladen, um die Kapazität zu erhalten.

 

Check & Langzeiterhaltung

Sobald die Batterie wieder voll ist, durchläuft das BS Battery BS60 Ladegerät einen neuen Test. Hier wird geprüft, ob die Spannung zu schnell abfällt oder andere Beschädigungen vorliegen. Nach dem Check hält das BS60 die Spannung permanent bei 13,6 Volt, um die Batterie langfristig zu schonen. Für die Langzeiterhaltung pumpt das Gerät kleine Strompulse in die Batterie, um sie dauerhaft arbeiten zu lassen.

 

Sehr schnelle Aufladung

Der kurze Anfangstest der Batterie dauerte nur wenige Sekunden an, dann begann das BS60 bereits mit der Aufladung. Nach einer Stunde betrug die Batteriespannung bereits 12,2 Volt. Weitere 20 Minuten später zeigte das Messgerät 14,4 Volt. Zu diesem Zeitpunkt war die Batterie wieder voll und könnte in Betrieb genommen werden. Anschließend haben wir beobachtet, dass die Spannung weiter angehoben wurde. Als Maximum haben wir 14,8 Volt abgelesen. Danach fiel die Spannung im Erhaltungsmodus auf permanent 13,5 Volt.

 

Fazit

Dass das Flaggschiff von BS Battery seine beiden kleinen Schwestern übertreffen würde, hatten wir schon geahnt. Wir wurden trotzdem positiv überrascht. Das Ladegerät lässt sich kinderleicht bedienen, ist hochwertig verarbeitet und lädt die Batterie in Rekordzeit. Die Option, den Ladestrom bei Bedarf auf bis zu 6A zu erhöhen, erspart viel Zeit. Auch in Sachen Sicherheit lässt der französische Hersteller nichts anbrennen. Alle üblichen Schutzfunktionen sind enthalten – darüber hinaus arbeitet das BS Battery BS60 sogar noch mit dem Safety Timer.

Wer ausschließlich sein Motorrad laden möchte, kann bedenkenlos etwas weniger Geld ausgeben und zum BS Battery BS15 oder BS Battery BA10 greifen. Diese bieten zwar kleinere Ladeströme an, reichen aber auch aus. Wer hingegen auch seine Batterie im PKW, Wohnwagen oder Traktor lädt, ist mit dem Topmodell bestens beraten.

 

Award BS BATTERY BS60 Kaufempfehlung

 

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Niklas Schäfer

motivierter Tourenfahrer, leidenschaftlicher Schrauber und angehender Hobby-Rennfahrer - von allem etwas!

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