ABS-Ausbau und neue Stahlflex-Bremseitungen für die SV 650

Auf der Rennstrecke ist ein ABS nur hinderlich. Deshalb fliegt der ABS-Modulator raus und wir verlegen Direktleitungen von Melvin!

Raus mit dem ABS

Im Straßenbetrieb hilft das ABS dabei, das Blockieren der Räder zu verhindern und erhöht die Sicherheit im Verkehr. Auf der Rennstrecke ist ein ABS aber eher hinderlich, denn das Gefühl für die Bremse wird durch die langen Leitungen und den großen Modulator-Block schwammig. Das ABS der Suzuki SV 650 bietet noch keine Regelmöglichkeiten in Schräglage, sondern funktioniert nur geradeaus wirklich gut. Auf der Rennstrecke werden aber Slick- oder Hypersportreifen gefahren, die warmgefahren mehr als genug aufbauen. Also können wir auf das ABS und entsprechend auf ein paar Kilos verzichten.

Wer es uns gleichtun will sollte wissen: Ohne ABS erlischt die Betriebserlaubnis für die Straße und die SV 650 wirft einen ABS-Fehler. Für den Straßengebraucht sollte das ABS also unbedingt installiert bleiben.

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Melvin-Bremsleitungen als Maßanfertigung

Bei unserer Vielzahl an Umbauten führt kein Weg an einer Spezialanfertigung vorbei, wenn es um die Bremsleitungen geht. Keine Angst, in der Regel ist das nicht viel teurer als ein Standard-Set und die Wartezeit ist auch oft sehr kurz. doch wir findest Du nun die richtige Längen und Anschlüsse?

Wir haben es einfach: Wir verlegen nur drei Leitungen. Zwei direkte Leitungen vom Hauptbremszylinder (“Bremspumpe”) vorne am Lenker zu den beiden Sätteln und eine Leitung vom Fußbremszylinder zum hinteren Sattel. In unserem Fall kommt überall der klassische 10 mm Banjo-Anschluss zum Einsatz. Er wird einfach mit einer passenden Hohlschraube an die Pumpe bzw. den Sattel geschraubt. Oben an der Bremsarmatur brauchen wir eine Doppelhohlsschraube mit zwei Löchern, da wir dort zwei Leitungen befestigen.

Für die korrekte Länge ermitteln wir einfach mit einem etwas dickeren Draht. Diesen verlegen wir genau so, wie später die Leitung verlaufen soll. Wir achten überall auf Freigängigkeit und behalten auch im Hinterkopf, dass das Motorrad noch ein und ausfedern können muss. Bedenke bei der Längenermittlung auch, dass die Anschlüssen pro Seite auch nochmal 2-3 cm hinzuaddieren. Wenn wir das richtige Maß mit dem Draht ermittelt haben, bestellen wir Stahlflexleitungen immer etwa 2 cm länger als gemessen. Wenn die Leitung zu lang sein sollte, kann man die Bögen etwas runder auslegen und kann die Leitung trotzdem montieren. Ein zu kurzer Bremsschlauch macht nur Ärger.

Diesmal waren wir scheinbar etwas zu großzügig beim messen. Eine Leitung hätte gern 2-3 cm kürzer sein dürfen und ließ sich nicht ganz so schön anbringen.

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Wer günstige Bremsleitungen kauft, kämpf oft mit verdrillten Leitungen. Im Werk kann der Monteur eurer Leitung nicht genau wissen, in welcher Ausrichtung die Fittings zueinander stehen sollen.

Deshalb achten wir beim Kauf von Stahlflexleitungen aus dem Aftermarket immer darauf, dass die Fittings an den Enden verdrehbar sind. Melvin löst das mit einem praktischen Außensechskant. Hier könnt ihr den Anschluss um bis zu 90 Grad drehen. Überdenkt das aber vorher gut, denn maximal ist eine einmalige Vierteldrehung vorgesehen. Wenn ihr öfter daran rumwerkelt ist die Dichtigkeit nicht mehr gesichert. Kurz gesagt: Ein undichtes Bremssystem ist absolut nicht schön und super gefährlich! Aber keine Sorge, wer vorher kurz nachdenkt, schafft das schon und kann bedenkenlos ankern.

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