Ducati Panigale V4 R: Neue Speerspitze für die WSBK

  • 2 Jahren vor
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Im Rahmen der Eicma in Mailand hat Ducati sein komplettes Portfolio für das Jahr 2019 vorgestellt. Das Highlight der Konferenz war die Weltpremiere der Panigale V4 R mit bis zu 234 PS, welche künftig in der World Superbike eingesetzt wird.

Homologationsmodell für die Superbike-WM

In der World Superbike Weltmeisterschaft (WSBK), dürfen alle Hersteller nur mit optimierten Serienmotorrädern antreten. Deshalb lassen es sich die Spitzenreiter der Serie nicht nehmen, besonders scharfe Modelle auch auf die Straße zu bringen, wenn auch in limitierter Stückzahl. Eines Dieser Bikes ist Ducatis neue Panigale V4 R mit bis zu 221 Pferdestärken (PS) bei 15.250 Umdrehungen pro Minute (U/min). Für noch mehr Performance bietet Ducati ein Racing-Kit an, das unter anderem eine Abgasanlage von Akrapovic umfasst, welche die die Maximalleistung auf 234 PS bei 15.500 U/min steigert Mit diesem Kit darf das Motorrad jedoch nicht mehr im öffentlichen Verkehr bewegt werden. Da die Rennserie das Reglement für die nächste Saison angepasst hat, wird bei diesem Rennmotorrad ein 998ccm V4 eingesetzt, der dank leichterer interner Komponenten sehr viel drehfreudiger ist als das bislang verwendete 1.103ccm-Aggregat.

 

Steiferer Rahmen und Öhlins-Fahrwerk

Da das Motorrad ausschließlich für den Betrieb auf der Rennstrecke entwickelt worden ist, hat Ducati den Rahmen zusätzlich steifer gestaltet als beim S-Modell für die Straße. Außerdem kommen die besten, mechanischen Fahrwerkskomponenten von Öhlins zum Einsatz. Im Details kommen die NPX 25/30-Gabel sowie das beliebte TTX36-Federbein zum Einsatz. Elektronische Fahrwerkskomponenten werden im High-End-Rennsport nicht genutzt, da sie einerseits von vielen Serien verboten werden und dazu für Profi-Fahrer unvorhersehbar sind. Daher werden dort rein mechanische, einstellbare Dämpfer eingesetzt.

 

      

 

Winglets aus der MotoGP

Neben der immensen Leistung  bietet die Panigale V4 R auch ein Aerodynamikpaket, das vielen MotoGP-Fans bereits bekannt sein dürfte. Die sogenannten Winglets in der Front sorgen für mehr Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten, eine bessere Motorkühlung und weniger Korrekturen durch elektronische Hilfssysteme, sodass der Fahrer ein besseres Vertrauen zur Maschine aufbauen kann. Außerdem verpassen sie der radikalen Rennsport-Optik den finalen Schliff und zeigen, dass es sich um ein ganz besonderes Arbeitsgerät handelt. Neben den Winglets arbeitet Ducati mit einem höheren, flacher ansteigenden Windschild. Dieses erhöht die aerodynamische Effizient und schützt den Piloten besser vor dem auftretenden Fahrtwind.

Ob die Panigale V4 R wieder ähnlich wie BMWs HP4 Race oder Kawasakis ZX-10RR nur in limitierter Stückzahl angeboten werden, ist derzeit noch unklar. In der Regel werden solche Bikes jedoch nur 500 Mal produziert, um die Homologation für die WSBK zu erfüllen. Der Basispreis der Panigale V4 R liegt bei 39.900 Euro.

 

Quellen: Ducati, motorradonline.dede.motorsport.com

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