BMW R 1250 GS: Neuer Ventiltrieb, mehr Elektronik & umfangreiches Zubehör

  • 2 Jahren vor
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BMW hat seinen neuen Tourenboxer vorgestellt. Die R 1250 GS bringt nicht nur etwas mehr Hubraum mit, sondern besticht auch mit einem neu entwickelten Ventiltrieb sowie weiteren elektronischen Fahrhilfen.

BMW R 1250 GS

Selbstverständlich bleibt der bayerische Motorradhersteller dem beliebten Boxermotor treu, erweitert aber den Hubraum auf 1254 Kubikzentimeter und generiert damit eine maximale Leistung von 100kW (136 PS) bei 7.750 U/Min. Auch der Drehmomentberg wächst weiter und gipfelt mit 143 Nm bei 6.250 U/Min. Mit der ShiftCam-Technologie stellt BMW stolz das technische Highlight das Motorrads vor. Dank zwei unterschiedlichen Nocken pro Einlassventil wird der Brennraum besser gefüllt, baut mehr Drehmoment auf und beugt sich den immer strenger werdenden Abgasnormen.

 

ShiftCam Technologie

Üblicherweise wird jedes Ventil über eine eigene Nocke auf der Nockenwelle angesteuert. Damit ist allerdings immer ein gewisser Kompromiss notwendig. Wer die Nockenwelle für die Volllast abstimmt, erzielt ein schlechtes Ansprechverhalten bei halb geöffnetem Gasgriff. Umgekehrt geht Motoren mit flachen Nockenwellenprofil die Puste aus, wenn die maximale Beschleunigung gewünscht wird. BMW umgeht den Kompromiss, indem jedes Einlassventil von zwei Nocken mit unterschiedlichen Profilen geöffnet wird. Somit wird das Ventil weiter geöffnet, wenn der Gasgriff stark geöffnet ist; im Teillastbereich senkt das flachere Profil den Kraftstoffverbrauch und steigert die Effizienz.

Diese beiden Profile liegen direkt nebeneinander auf der selben Welle, verlangen allerdings nach einem Mechanismus, der die Nockenwelle nach rechts beziehungsweise links verschiebt. Hierfür installiert BMW ein schneckenartiges Profil seitlich an der Nockenwelle, welches die gesamte Welle mithilfe von zwei ausfahrbaren Bolzen hin- und herbewegt.

 

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Dazu arbeiten die beiden Einlassventile nicht mehr synchron, sondern minimal zeitversetzt. Laut BMW entstehe durch die beiden unterschiedlichen Strömungen ein Drall im Brennraum, welcher den Füllungsgrad steigert und eine effizientere Verbrennung des Benzin-Luftgemischs erlaubt. Das Ergebnis: Mehr Drehmoment, mehr Leistung und weniger Kraftstoffverbrauch.

 

 

Zahlreiche Elektronik-Features

Der überarbeitete Ventiltrieb ist nicht die einzige Neuerung, die die 2019er Auflage der Touring-Ikone vorlegen kann. Mit an Bord sind eine Berganfahrhilfe, eine automatische Traktionskontrolle sowie ein 6,5-Zoll-TFT-Bildschirm. Wer den Fahrmodus Pro hinzubucht, bekommt Gyrosensoren für ein Kurven-ABS, eine dynamische Traktionskontrolle und weitere technische Spielereien, die auch die aktuelle Schräglage berücksichtigen. Außerdem bietet BMW die sogenannte Dynamic Brake Control an. Dahinter verbirgt sich eine Technik, die das Antriebsmoment des Motors bei Vollbremsungen reduziert, falls der Gasgriff nicht vollständig geschlossen sein sollte.

HP- und Exclusive-Modelle

Wie bei allen bisherigen GS-Modellen legt der Hersteller einen umfangreichen Zubehörkatalog vor, der von Anbauteilen über elektronische Helfer bis hin zum Akrapovic-Schalldämpfer reicht. Unter anderem enthält er unterschiedliche Frästeilpakete, die dem Motorrad optisch aufwerten und ihm einen individuellen Charakter verpassen sollen.

 

 

Selbstverständlich gibt es auch wieder Sondermodelle in Speziallackierungen, die bereits einige Zubehörpakete beinhalten. Komplett in Gelb und Schwarz gekleidet zeigt sich das Exculsive-Modell. Sportlich engagierte Fahrer werden sich die Finger nach der HP-Version lecken. Ein satterer Sound, ein elektronisches Sportfahrwerk, eine Rallye-Sitzbank und die schicke Lackierung in BMWs HP-Farben sind hier bereits inklusive. Vor allem das HP-Modell wird vermutlich häufig über die Ladentheke gehen, daher sollten sich Interessenten nicht zu viel Bedenkzeit erlauben.

 

16.150 Euro Basispreis

Der Basispreis der neuen BMW R 1250 GS liegt bei 16.150 Euro, was zunächst erschwinglich für so ein Motorrad klingt. Wer sich bei der Auswahl des Zubehörs jedoch nicht zügeln kann und einige Kreuzchen setzt, treibt den Endpreis schnell in die Höhe. Für die unterschiedlichen Frästeilpakete werden beispielsweise 2.500 Euro fällig, der HP-Endschalldämpfer von Akrapovic ist mit 850 Euro auch kein Schnäppchen. Ab Oktober 2018 kann die neue BMW R 1250 GS bestellt werden. wer das Motorrad zuerst in Natura betrachten möchte, findet sie auf der Intermot 2018, die vom 03. bis zum 07. Oktober in Köln stattfindet.

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